Impressionen


Schulgottesdienste/ Kontaktstunden/ Kontaktprojekt


An der Wiehagenschule pflegen wir einen regelmäßigen Kontakt mit den drei Werner Kirchengemeinden (St. Johannes Pfarrgemeinde aus dem Gemeindeverbund Seliger Nikolaus Groß; St. Christophorus-Pfarrgemeinde und Martin-Luther-Gemeinde), aus denen in der Regel unsere Schülerinnen und Schüler kommen.
Im Zusammenspiel der verschiedenen Lernorte des Glaubens (Familie, Religionsunterricht, Gemeindekatechese) spielt der Kontakt mit den Seelsorgern und Kirchengemeinden eine besondere Rolle. Die gute Zusammenarbeit mit den Pfarrgemeinden bietet die Möglichkeit, Lernorte zu wechseln und das Leben im Umfeld der Schule zu entdecken. Dabei erschließen sich für die Schülerinnen und Schüler neue Erlebnis- und Handlungsfelder. Gerade die Vorstellung und die Einladung zu kirchlich-sozialem Engagement und das durch die Seelsorger bekannt gemachte lokale Brauchtum des Jahreskreises in Liturgie und Feier ergänzen das schulische Lernen.

Zur Umsetzung der Kooperation und Zusammenarbeit mit diesen drei Kirchengemeinden gibt es verbindliche Absprachen zwischen Schule, Eltern und Seelsorgern.

  1. Schulgottesdienste bereichern unser Schulleben, sind unverzichtbarer Bestandteil unserer Wiehagen-Schulkultur, haben einen hohen religionspädagogischen Stellenwert und sind deshalb fester Bestandteil unseres Schulprogramms. Sie bieten eine  gute Gelegenheit zur Kooperation mit unserer nahe gelegenen Kirchengemeinde St.Johannes. So können wir gemeinsam – Schule und Pfarrgemeinde -  Grundbegriffe des Glaubens, Symbolsinn, Riten und biblischen Geschichten vermitteln. Wir möchten dadurch die Grundlage für eine persönliche, vertrauensvolle und lebendige Gottesbeziehung schaffen, die den Kindern hilft, zurechtzukommen und ihrem Leben Sinn zu geben. Deshalb führen wir in einem Schuljahr zehn Schulgottesdienste in der zur Schule am nächsten gelegenen St. Johannes-Gemeinde durch. Diese werden durch den Seelsorger der Kirchengemeinde und einer Kollegin, die dafür eine Entlastungsstunde erhält, besprochen und vorgeplant. Die Kollegin bezieht danach das Lehrerkollegium in die Planung und Durchführung  mit ein und somit auch die Schülerinnen und Schüler.  So können sie z. B. die Fürbitten selbst ausdenken, kleine  szenische Stücke einüben oder Symbole basteln. Auch die  Einladung an die Mitschüler, Eltern bzw. Gemeindemitglieder zum nächsten Gottesdienst kann zu den Aufgaben gehören, die die Kinder selbst übernehmen. Es erfolgt zudem eine Vorbereitung und Nachbereitung der Gottesdienstthematik im Religionsunterricht. Zudem nutzen wir die Infowand vor dem Verwaltungstrakt zur  Visualisierung der Themen im Schulgottesdienst auch in der Schule. Die religiösen Lieder stellen wir in blauen Mappen zusammen und üben sie werden regelmäßig.


Folgende zehn Schulgottesdienste feiern wir in einem Schuljahr:

-   Einschulungsgottesdienst
-   Schulgottesdienst zum Schuljahrbeginn für die Klassen 2 – 4
-   Erntedankgottesdienst für die Klassen 1/2  und  3/4




-   Schulgottesdienst zum St.Martinstag für die Klassen 1/2  und 3/4
-   Schulgottesdienst zum Adventsbeginn für die Klassen 2  und 3/4

-   Schulgottesdienst nach den Weihnachtsferien zum
Heilige-Drei-Könige-Festtag für die Klassen 1/2  und 3/4
-   Schulgottesdienst am Aschermittwoch für die Klassen 1/2  und 3/4
-   Schulgottesdienst in der Fastenzeit zur Misereoraktion für die
Klassen 1/2  und 3/4
-   Eucharistiefeier für die Klassen 3/ 4nach der Erstkommunion
-   Schulgottesdienst zum Schuljahresende mit Verabschiedung der
Viertklässler für die Klassen 1 – 4

  1. Ab 2002 wurde mit Religionslehrern, Eltern und Seelsorgern vereinbart den Kontakt mit den Seelsorgern in der Schule nicht mehr wöchentlich in Kontaktstunden umzusetzen, die im Anschluss an den Klassenunterricht angeboten werden, da die Seelsorger nicht verlässlich wöchentlich regelmäßig diese Stunde durchführen konnten, sondern vielmehr in Seelsorger- Kontaktprojekttagen, die seit dieser Zeit für den 3. und 4. Jahrgang angeboten werden. Seit 2010 nehmen darüber hinaus die Seelsorger die Möglichkeit wahr, Kontaktstunden im 3. Schuljahr in einem  bestimmten Zeitraum von ca. 6-8 Wochen anzubieten.


  2. Ziele der Seelsorger-Kontaktprojekttage

    -  Schülerinnen und Schüler sollen Gemeinschaft im Glauben erleben.

    − in den Festen des Kirchenjahres und deren Mitfeier Grundaussagen

unseres Glaubens (Menschenfreundlichkeit und Liebe Gottes, Leben

im Tod, Geistwirken durch alle Zeit) entdecken.

− Freude erleben im konkreten Vorbereiten und Mitgestalten kirchlicher

Feste und Gedenktage in Familie und Gemeinde.

− Gestaltungshilfen für wichtige Gedenktage kennen lernen und erproben.


− fähig werden, den Rhythmus des Kirchenjahres wahrzunehmen, zu

verfolgen und mitzuerleben.

− das Leben großer Personen des christlichen Glaubens kennen lernen

und daraus Ermutigung und Anregung für die persönliche    
Lebensgestaltung gewinnen.

− Stätten des Glaubens (in den konkreten Ortsgemeinden) kennen lernen.

− kirchliches Brauchtum neu entdecken.








Folgende Kontaktprojekttage werden von den Seelsorgern und Lehrkräften der
Klassen 3 und 4 gemeinsam umgesetzt:


A. Kirchraumerkundung „vor Ort“ in den drei Kirchengemeinden für den
3. Jahrgang an drei Tagen im 2. Schulhalbjahr


Der Anspruch, gelebte Religion außerhalb der Schule zu entdecken, lässt sich besonders gut im Rahmen von Kirchgängen einlösen. Steine sollen zum Reden gebracht, eine eigene Beziehung bei den Schülern zu einem Ort aufgebaut werden, der vielen fremd ist. Kirchen können als symbolische Verdichtungen angesehen werden, die es zu entschlüsseln und zu erschließen gilt: Das Gebäude als bergender Ort, die Kerzen auf dem Altar, das Taufbecken, die Glocken, die Bilder, der Altar, die Turmuhr. Die Auseinandersetzung mit diesen symbolhaltigen Ausstattungsgegenständen kann viel zur religiösen Bewusstseinserweiterung durch sinnliche Wahrnehmung beitragen.

Dies wird durch die Seelsorger und Lehrkräfte in Form einer Rallye durchgeführt, bei der es um die Beantwortung und Lösung von Aufgaben geht.

Im Unterricht bereiten die Kinder bereits Fragen zum Kirchraum und zur Kirchraumgestaltung vor.





B. Pfingstprojekttag im 4. Jahrgang : Pfingsten- Geburtstag der Kirche“

Organisatorischer Rahmen


-          drei Seelsorger in drei Klassen im Wechsel je eine Zeitstunde von 8.10 – 11.30 Uhr mit  der Klassen- bzw. Fachlehrerin für KR

-          von 11.30 – 11.45 Hofpause/ Aufsicht  LehrerInnen des 4. Jahrgangs

-          je ein Seelsorger thematisiert in seiner Stunde ein Pfingstsymbol
( Feuer ( St.Christophorus-Gemeinde ); Sprache ( Martin-Luther-Gemeinde); Taube (St. Johannes-Gemeinde))

-          von 11.55 – 12.40 Uhr findet ein ökumenischer Wortgottesdienst in der Aula statt. Dazu werden auch die Eltern der Viertklässler eingeladen


Vorbereitung durch LehrerInnen im Unterricht vor Projekttag


  1. Unterricht KR:  -  Apostelgeschichte 2
    -  Kirchenjahr
    -  Lieder für Gottesdienst/ Rechtzeitig einüben
    -  Namenschilder für Kinder vorbereiten
    -  Liederzettel klassenweise kopieren
    -  Elternbrief ausgeben
  2. Aula vorbereiten
    - Stühle; Stellwand; Kreuz; Blumen, Tischtuch; Kerzen
  3. Fürbitten/ Lesung
  4. Musikbegleitung organisieren
  5. Laufzettel für Seelsorger erstellen


C. Novemberprojekt „Die Hoffnung besiegt meine dunkle Angst“ für den
4. Jahrgang

Vorbereitungen durch Religions- bzw. KlassenlehrerInnen

-          Lieder anhand des Liederzettels einüben/ Bitte bereits Klassensätze aushändigen lassen

-          Thema Leben – Tod im Religionsunterricht um Allerheiligen thematisieren

-          ggf. Lektüre „Lenja“ im Unterricht einsetzen, dazu auch Themenkiste

-          für den Projekttag Namensschilder (Tesakrepp oder Umhängeschilder) vorbereiten

-          Aula herrichten ( Tau als Spirale in die Mitte legen mit großer Kerze (Schrank Lehrerzimmer), doppelter Stuhlkreis, Teelichte für Kinder

-          Material für Seelsorger bereitlegen:  Scheren, Klebe

-          Laufplan für Seelsorger und KollegInnen bereit legen

-          ggf. Ausweichräume absprechen ( z.B. Kunstwerkstatt)

-          Info an OGS: Nutzung der Räume bis 11.30 Uhr

-          Absprache je eine Zeitstunde pro Seelsorger/ Verschieben der Pause!

Inhalte der  einzelnen Stunden bei den Seelsorgern

St. Christophorus-Gemeinde

“ Der Stein ist weggerollt vor dem Grab“/ Was bedrückt mich?/ Was bringt
Helligkeit in mein Leben? Stilleübungen; Kinder erstellen Bild ( schwarzer
Stein kann mit Musterklammer weg geschoben werden, dahinter gelber Kreis,
auf dem Kind schreiben, was sein Leben hell macht.)

St.Johannes-Gemeinde

Bibeltext „Jona“/ Basteln eines Fisch/ Was mich belastet und mich traurig
macht aufschreiben und Zettel in den Fisch stecken.
Was bringt Licht ? Wer bringt Licht?

Martin-Luther-Gemeinde

Bibeltext „Emmaus“
Bildbetrachtung (z.B. von Zacharias)
Fußspuren basteln „Spuren der Hoffnung“



Wir arbeiten mit den Kirchengemeinden zusammen bei Gemeindefesten und  Sternsingeraktionen und gestalten zudem mit unserem Schulchor Familiengottesdienste und die Erstkommunionfeiern in der Pfarrgemeinde St. Johannes (Familiengottesdienst am 1. Adventssonntag; Krippenspiel im Familiengottesdienst am Heiligabend alle zwei Jahre; Familiengottesdienst in der Fastenzeit).

Zur Optimierung der konstruktiven Zusammenarbeit zwischen Wiehagenschule und den Pfarrgemeinden wird regelmäßig alle zwei Jahr gemeinsam eine Fachkonferenz  durchgeführt.


(Schulkonferenzbeschluss 09/ 2010)