Impressionen


Weil Lesen die Schlüsselqualifikation für das Lernen und somit  eine wichtige Voraussetzung für den Erwerb von Bildung ist, widmen wir der Leseerziehung an unserer Schule einen breiten Raum. Durch eine intensiv gelebte Lesekultur wollen wir bei unseren Schülerinnen und  Schülern



  • Lesekompetenz,
  • Leseverständnis,
  • Spaß am Lesen und
  • eigenständiges, selbstvergessenes Lesen

erreichen. In unserem Bemühen, diese Ziele zu erreichen, nutzen wir alle Arten von Texten: Texte aus der Kinderliteratur, die  verschiedensten Arten von Sachtexten, Comics, Gedichte u.v.m. ebenso wie Computerlernprogramme, um so eine große Bandbreite und viele Möglichkeiten zu bieten, die Schüler gezielt ihrem Leistungsvermögen entsprechend zu fordern und zu fördern.


In den ersten beiden Schuljahren steht das Erlernen und Fördern der Lesefertigkeit im Vordergrund. Dabei ist es uns ganz wichtig, dass die Schüler mit dem Erlernen des Lesens gleichzeitig auch Freude am Lesen gewinnen. Daher fließen neben den täglichen Leseübungen  im 1./2.Schuljahr folgende Dinge mit in den Unterricht ein:


  • Herstellen kleiner eigener Bücher: Die Kinder schreiben zu  einer vorgelesenen Geschichte  und gestalten entsprechende Bilder dazu.
  • Kinder stellen ihre Lieblingsbücher (Bilderbücher, Tierbücher u.a.) den Mitschülern vor, erzählen dazu und lesen eventuell auch schon etwas daraus den anderen vor.
  • Es wird regelmäßig durch den Lehrer aus Kinderbüchern vorgelesen, um das Zuhören zu trainieren und um neugierig zu machen.
  • Lesemütter oder – väter unterstützen den Leseunterricht.
  • Schüler tragen der Klasse etwas aus ihrem Lieblingsbuch vor.
  • Pro Woche gibt es feste Lesezeiten für leises Lesen
  • Arbeit an Lesekarteien mit Übungen zur Sinnentnahme
  • Arbeit mit dem webgestützten Webprogramm „Antolin“
  • Einführung von Lesestrategien vor, während und nach dem Lesen.
  • Das Ausleihen von Büchern aus der im Jahr 2009 neu errichteten Schülerbücherei „Schmöker-Oase“ ermöglicht einen weiteren Zugang zu neuem Lesestoff.

Vom zweiten Schuljahr an wird pro Schuljahr eine Klassenlektüre gelesen, zu der dann auch gespielt, gebastelt, geschrieben, gemalt und erzählt wird.


Im dritten und vierten Schuljahr stehen neben der Festigung und Förderung der Lesekompetenz das Leseverständnis und das eigenständige Lesen im Mittelpunkt des gesamten Unterrichts. Besonders das sinnentnehmende Lesen soll dabei gefördert werden. Auf unterschiedlichen Lesekompetenzstufen werden Informationen aus Texten verarbeitet. Um diese Ziele zu erreichen, beschreiten wir vielfältige Wege:


  • Die Kinder stellen ihren Mitschülern ihre Lieblingsbücher vor. Sachbücher, Kinderromane und Bilderbücher werden dann Gegenstand des Unterrichts.
  • Ein besonderes Augenmerk legen wir auf Sachbücher, um den Schülern Möglichkeiten eigener Informationsbeschaffung nahe zu bringen und  auch unterschiedlichsten Leseinteressen entgegen zu kommen.
  • Intensives Training von Lesestrategien vor, während und nach dem Lesen.
  • Buchbesprechungen werden durch Schüler vorgenommen und diese plakativ in der Klasse ausgehängt, da Buchtipps von Gleichaltrigen häufig eher zum Lesen verlocken.
  • Lesekisten, die von der Stadtbücherei zusammengestellt werden, erweitern das Leseangebot in den Klassen.
  • Vorlesen wird auch in diesen Jahrgangstufen beibehalten, jedoch übernehmen jetzt Schüler mehr und mehr diese Aufgabe. Innerhalb jeder Klasse gibt es darüber hinaus regelmäßig feste freie Lesezeiten, in denen die Lesemotivation durch eine besondere Leseatmosphäre und ein Extra-Leseangebot angeregt wird.
  • Im 2., 3. und 4. Schuljahr findet jeweils eine Autorenlesung statt. Ein Schriftsteller liest dann den Schülern aus seinen Büchern vor, erzählt, wie er zum Schreiben gekommen ist und stellt sich den Fragen unserer Schüler. Diese Lesungen werden
    im Unterricht intensiv vor- bzw. nachgearbeitet.
  • Jedes Schuljahr wird jetzt mindestens eine Klassenlektüre gelesen. Auch hier wird wieder zu dem Buch etwas gebastelt, gezeichnet oder ein Brief an die Hauptfigur oder den Autor geschrieben.
  • Um den Bezug zum Alltag herzustellen werden Fahrpläne, Kinderzeitschriften, Fernsehzeitschriften, Gebrauchsanweisungen, Zeitungen u.a. Gegenstand des Unterrichts. Wir lesen darin um zu üben, wie man aus diesen Texten Informationen entnehmen kann.
  • Natürlich wird auch in diesen Jahrgangstufen der Computer zur Differenzierung und zur Festigung der Lesekompetenz eingesetzt.
  • Arbeit mit Lesekarteien
  • Weiterarbeit  mit dem webgestützten Webprogramm „Antolin“
  • Das Ausleihen von Büchern aus der im Jahr 2009 neu errichteten Schülerbücherei „Schmöker-Oase“ ermöglicht einen weiteren Zugang zu neuem Lesestoff.


Auch das unterschiedliche Leseverhalten von Jungen und Mädchen wird in unserem Unterricht wahrgenommen und in Form einer geschlechtersensiblen Leseförderung umgesetzt. Durch verschiedenen Maßnahmen (z. B. Jungen-Lese-Club, den Einsatz von Hörbüchern,  Leselotterie und das veränderte Konzept der freien Lesezeiten) werden die Jungen zusätzlich bedacht. So soll vor allem die Lesemotivation der Jungen angebahnt, ausgebaut und gefestigt werden, um sie zu lebenslangem Lesen zu befähigen. Es ist unser Ziel alle Schüler und Schülerinnen zu Viellesern zu machen.


Gerade auch die Vernetzung mit anderen Medien (z. B. Hörbüchern, Filmen, Antolin) nutzen wir gezielt zum intensiven Aufbau der Lese-Motivation. Eine positiv besetzte Lese-Kultur ist uns ein besonderes Anliegen.


Wir sehen es als unsere Aufgabe, mit diesen vielfältigen Aktionen und Aktivitäten unsere Wiehagenschüler zum Lesen zu verlocken und sie in ihrer Lesekompetenz zu stärken und zu fördern. Da es uns wichtig ist auch die Eltern in die Leseerziehung mit einzubeziehen, gehen wir bei Elternpflegschaften oder Elternforen auf diese Thematik gezielt ein.


Darüber hinaus sind wir seit dem Schuljahr 2005/ 2006 eine Bildungspartnerschaft mit der Stadtbücherei Werne eingegangen um gemeinsam neue Wege und Aktionen zur Leseförderung anzubieten. Im Rahmen der Bildungspartnerschaft „ Die Lust aufs Lesen fördern“ zwischen der Stadtbücherei Werne und unserer Wiehagenschule ist aus einer lockeren Tradition der Zusammenarbeit in den letzten Jahren ein intensives und innovatives

Beziehungsgeflecht, ein Netzwerk zugunsten unserer Schülerinnen und Schüler in Sachen ‚Leseförderung’ entstanden. Ging früher jedes Kind der Wiehagenschule während seiner Grundschulzeit 1-2 mal in die Stadtbücherei, haben wir nunmehr einen richtigen Bildungs- und Förderkatalog gemeinsam entwickelt  mit kindgerechten Aktionen und Aktivitäten rund ums Lesen. Das reicht von A – Z :

A wie Autorenlesungen und Antolin-Leseförderung,

B wie Bücher-Leserucksäcke, Büchereirallyes, Bücherdetektive und Büchereiführerschein,

F wie Flyer zur Leseförderung für Eltern,

K wie Kreativwerkstätten über
L wie Lesepausen und Lesen bei Kerzenschein in der Stadtbücherei

M wie Märchenprojekttag,

S wie Schmöker-Club, Schmökerkarawane und Schmöker-Oase
U wie Unterricht in der Bücherei bis zu
V wie Vorleseseminar für Eltern

Z wie zusammen den 50. Geburtstag der Bücherei feiern.


So wollen wir erreichen, dass unsere Schüler zunächst einmal Leser werden und darüber hinaus dann auch noch Leser bleiben.